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Geänderte Öffnungszeiten bis zum 1. Juli

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Dienstag, Mittwoch & Freitag 
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Offene Sprechstunde

Jeden Donnerstag von 13:00 -  15:00 Uhr haben Sie die Möglichkeit, sich mit dem 1.Vorsitzenden Jürgen Bruder auszutauschen. Sollten Sie einen anderen Termin wünschen, können Sie diesen gerne bei uns anfragen.

Historische Gastronomie-Tour

Die nächste Historische Gastronomie-Tour findet am Donnerstag, 30.März statt. Selbstverständlich können Sie eine Gruppe ab 8 Personen mit einem Wunschtermin anmelden.

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Botschaftstour nach China

Der nächste Termin für die Botschaftstour nach China steht fest: 

Dienstag, 21. März & 18. April 
Treffpunkt: 15:30 Uhr am Stadtmarketing Pavillon 

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Zu Bad Godesberg

Der letzte Kölner Kurfürst, Erzbischof Max Franz,legte durch den Ausbau der vorhandenen Heilquellen,den Bau der Redoute und die Schaffung von Grünanlagen den Grundstein zur Entwicklung Bad Godesbergs als Badestadt. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann mit der Anbindung an die Eisenbahn der eigentliche Aufschwung des Kurortes. Die schöne Landschaft und das günstige Klima ließen die Stadt zum beliebten Altersruhesitz wohlhabender Leute werden. Mit Beginn der Bonner Hauptstadtära wurde Bad Godesberg durch die zahlreichen Botschaften geprägt, die ihren Sitz in dem beschaulichen Städtchen nahmen. Inzwischen ist Bad Godesberg dabei, sich zu einem modernen Gesundheitsstandort mit hochkarätigen Spezialkliniken und Reha-Einrichtungen zu entwickeln, hat sich dabei aber den Charme der Kurstadt bewahrt.

Die Stadthalle Bad Godesberg

Die Stadthalle wurde 1955 nach Plänen der Architekten Wilhelm und Dirk Denninger fertig gestellt. Sie bietet zwei große Säle, Konferenzräume und ein Restaurant. Hier wurde 1959 das Godesberger Programm der SPD verabschiedet. Obwohl idyllisch eingebettet in den Bad Godesberger Stadtpark, ist die Stadthalle verkehrstechnisch optimal angebunden.

Rathaus Bad Godesberg

Das Bad Godesberger Rathaus besteht aus einem Ensemble von sechs  aneinandergebauten Häusern im klassizistischen Stil, die unter Kurfürst Max Franz in den Jahren 1792 und 1793 als Logierhäuser für die Badegäste errichtet wurden. Nach langen Jahren als Hotel und als Badeanstalt zog die Verwaltung in die Gebäude ein, als Bad Godesberg 1935 zur Stadt erhoben wurde.
Im Jahre 1969 wurde Bad Godesberg nach Bonn eingemeindet und bildet seitdem einen der vier Bonner Stadtbezirke.

Stadtpark

Die Anlage des weitläufigen Stadtparks wurde 1890/91 von dem Kölner  Gartenbaumeister Kowaleck begonnen und über mehrere Jahrzehnte immer wieder erweitert. Der Park ist im Stil einesenglischen Landschaftsgartens gehalten und mit wertvollen, teilweise exotischen Bäumen bepflanzt, von denen sich einige zu wahren Riesen entwickelt haben. Das Kleine Theater am Rande des Parks wurde im Jahr 1919 gebaut und diente anfänglich dem jeweiligen Bürgermeister als Dienstwohnung. Seit 1970 ist die schmucke Villa Spielstätte einer erfolgreichen kleinen Privatbühne mit 161 Zuschauerplätzen. Der Bogen des Repertoires spannt sich von der Klassik bis zur Moderne, von der Tragödie bis hin zum heiteren Boulevardstück. 1962 wurde im Stadtpark die Kurfürstenquelle erbohrt, deren Wasser aus 200 m Tiefe stammt. Das  Heilwasser wird heute noch gelegentlich im Kurparkpavillon ausgeschenkt.

La Redoute

Das Gebäude wurde 1790 bis 1792 auf Veranlassung von Erzbischof und Kurfürst Max Franz im eleganten Stil des Klassizismus errichtet. Es diente den höfischen Badegästen als Gesellschaftshaus, in dem neben wöchentlichen Bällen auch Glücksspiele veranstaltet wurden. Hier soll der junge Ludwig van Beethoven in Anwesenheit Joseph Haydns musiziert haben. Von 1856 bis 1920 war die Redoute die Privatvilla der Familie von Wendelstadt und ging  anschließend in städtisches Eigentum über. Das Bauwerk erlangte Bekanntheit als Ort nationaler und internationaler Empfänge der Bundesregierung. Direkt neben der Redoute befindet sich das Haus an der Redoute. Es war einstmals kurfürstliches Kammertheater und wird jetzt als Ausstellungsort genutzt.
Das „Redüttchen“, also die „kleine Redoute“, diente als Gärtnerhäuschen für die angrenzende Parkanlage; heute ist es eine Gaststätte. Der Park, im englischen Stil angelegt, erstreckt sich ansteigend über das Gelände hinter der Redoute.

Draitschbrunnen

Folgt man dem Redoutenweg bis zur Elisabethstraße, so kommt man links an eine Treppe, die zum Redoutenpark führt. Der Aufstieg lohnt sich wegen des schönen Ausblicks auf Park und Redoute. Weiter geht es entlang der  Brunnenallee bis zum Draitschbrunnen (circa 250 m). Er wurde bereits 1790 vom Kurfürsten Max Franz eröffnet. Der heutige Pavillon in der Brunnenallee wurde 1977 erbaut. Hier kann man gegen eine Schutzgebühr das Wasser von Draitschquelle und Kurfürstenquelle probieren oder in mitgebrachte Gefäße Wasser für zu Hause abfüllen. Das Wasser der Kurfürstenquelle wird über eine Leitung vom Kurpark direkt zum Pavillon gepumpt. Beide Heilwässer wirken sich günstig auf Erkrankungen von Magen, Galle und Leber aus und können bei stressbedingten Beschwerden helfen.

Theaterplatz und Zentrum

Der Weg zum Zentrum führt zurück über die Brunnenallee. Über den  Theaterplatz mit dem Haus der Kammerspiele, dem ersten Theaterneubau der Bundesrepublik (Eröffnung 1952), gelangt man zur Koblenzer Straße. Im Zuge der Altstadtsanierung wurden im Zentrum seit 1972 moderne Wohn- und Bürogebäude errichtet, darunter die City-Terrassen am Fuß der Godesburg. Aufmerksame Spaziergänger können aber in der Bad Godesberger Innenstadt noch einige gut erhaltene Gründerzeitfassaden entdecken.

„Zur Lindenwirtin Aennchen“

Aennchen Schumacher wurde 1860 im damaligen Godesberg geboren und übernahm nach dem Tod ihres Vaters schon als achtzehnjähriges Mädchen dessen Gasthof, dem sie 1891 den Namen „Zur Lindenwirtin“ gab. Sie war bekannt als rheinische Frohnatur und große Musikliebhaberin und wurde von ihren Gästen verehrt und geschätzt. In der Zeit vor und nach der Wende zum 20. Jahrhundert kehrten die Bonner Studenten gerne in dem Gasthaus ein. Das Lokal der „Lindenwirtin Aennchen“ wurde nicht zuletzt durch das Trinklied „Keinen Tropfen im Becher mehr“ über die Grenzen Bad Godesbergs hinaus bekannt. Heute befindet sich in dem Fachwerkhäuschen ein Speiselokal.

Godesburg und Burgfriedhof

Von der Aennchenstraße geht es links hinauf zu einem Seiteneingang des Burgfriedhofs (für Gehbehinderte nicht zu empfehlen). Auf dem 1805 angelegten und mehrfach erweiterten Friedhof befinden sich einige interessante Grabmale. Er erstreckt sich terrassenartig über den westlichen Hang des Burgberges. Zahlreiche historische Godesberger Persönlichkeiten fanden hier ihre letzte Ruhestätte, darunter auch die Lindenwirtin Aennchen. Seit dem 17. Jahrhundert durfte die jüdische Gemeinde ihre Verstorbenen am Nordosthang des Burgberges bestatten. Die Grabsteine, die nach dem Zweiten Weltkrieg noch vorhanden waren, wurden an der Aennchenstraße aufgerichtet und später restauriert. Seit dem 20. Jahrhundert fanden jüdische Begräbnisse dann auf dem Burgfriedhof statt. Die nächste Station auf dem Weg zur Burg ist die Michaelskapelle. Sie stand ursprünglich an der Stelle, an der sich heute der Bergfried der Godesburg befindet. Als mit dem Bau der Burg begonnen wurde, musste sie weichen. Die nach dem Erzengel Michael benannte Kapelle wurde an ihrem jetzigen Standort als Burgkapelle neu aufgebaut. Sie wurde ebenso wie die Burg im Truchsessischen Krieg zerstört. Der Wiederaufbau der Kapelle unter Kurfürst Joseph Clemens erfolgte in den Jahren 1697 bis 1699. Ihm verdankt sie auch ihre bemerkenswerte barocke Innenausstattung. Der kleine Anbau an der Seite diente bis zum Jahr 1800 Mönchen als Eremitage, heute wird sie wieder von einer Eremitin bewohnt.
Der Bau der Godesburg wurde im Jahr 1210 durch den Kölner Erzbischof Dietrich von Hengebach begonnen und später mehrfach erweitert. Neben anderen Burgen der Region diente die Godesburg zur Befestigung der kurkölnischen Territorialmacht sowie als zeitweilige Residenz.
Als sich Gefolgsleute des Erzbischofs Gebhard Truchseß von Waldburg im sogenannten Truchsessischen Krieg vor bayrischen Truppen auf der Burg verschanzten, wurde diese 1583 belagert und anschließend gesprengt.
Die Ruine wurde danach nie mehr wieder aufgebaut. Erzbischof Gebhard war 1582 zum Protestantismus übergetreten, um seine Geliebte Agnes von Mansfeld heiraten und trotzdem seine landesherrliche Macht behalten zu können. Die katholische Mehrheit im Rat der Kurfürsten und damit der katholische Einfluss im Reich wurden dadurch bedroht. Mit der Bezwingung Gebhards begann die fast 200 Jahre dauernde Herrschaft der bayrischen Wittelsbacher im Erzbistum Köln.
In die Ruine wurden 1959/60 durch den Architekten Gottfried Böhm ein Hotel und ein Restaurant integriert. Von der Burg und dem Bergfried aus, den Interessierte ersteigen können, hat man einen wunderbaren Ausblick auf Rheintal, Siebengebirge, Bad Godesberg und Bonn.